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Über mich

 

„Als Kind der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts bin ich durch und durch vom Fernsehen geprägt worden. Der Fernseher war in allen Familien, die ich damals kannte, das Kernstück des sozialen Lebens. Er bestimmte Zeitabläufe und Gespräche.

Mich interessierten im Fernsehen vor allem Unterhaltungssendungen und Spielfilmwiederholungen aus den 50er Jahren. Lange dachte ich, die Welt (also, die BRD) wäre in den 50ern genauso gewesen, wie sie in den Heimatfilmen dargestellt wurde. Ich fand diesen Weltenentwurf - in Technicolor insbesondere - wunderbar. Ich bedauerte stets, dass ich nicht mitmachen durfte beim Singen und Tanzen zwischen leutseligen Landärzten und kessen Modezeichnerinnen. Vor allem aber bewunderte ich die Dichter.  Das erschien mir ein wirklicher Beruf zu sein.  Man sah es ja in den Filmen, ein klarer Beweis, vom „Schwarzwaldmädel“ bis zum „Riesenrad“. Es gab Dichter, die schrieben Revuen, Dichter, die schrieben Bücher, und Dichter, die schrieben Gedichte. Und alle konnten davon in eleganten Wohnungen leben, Autos fahren, auf Reisen gehen. Ich kannte das Wort „Berufsschriftsteller“ natürlich nicht.  Aber genau das wäre ich gerne geworden.

Es war nicht die einzige, aber doch eine große Enttäuschung, herauszufinden, dass die 50er Filme gelogen hatten. Man konnte gar nicht so einfach Dichter sein. Natürlich gibt es tatsächliche, echte Berufsschriftsteller, aber mir zumindest ist es nicht gelungen, einer zu werden. Immer noch, wenn ich am Schreibtisch sitze, denke ich sehnsüchtig und etwas eskapistisch, dass das so meine artgerechte Haltung wäre. In dichterischer Ruhe Revuen schreiben, Romane schreiben, Gedichte schreiben… Statt dessen ist jede Minute, die ich am Schreibtisch verbringe, eine Minute, die woanders fehlt. Ich muss immer wieder mit mir selbst verhandeln, dass es diese ertrotzte Zeit wert ist, dass ich sie von jedem und überall stehlen darf, um meine Geschichten aufzuschreiben. Bis jetzt gewinne ich dann immer noch mal für zumindest ein weiteres Buch.

„Dichter müsst’ man halt sein, gell?“, seufze ich, wenn ich mich wieder in die wirkliche Welt zurück begeben muss, die nach einem anderen Narrativ funktioniert als die 50er Filme. Aber keiner kann es verhindern, dass ich mich zumindest, während ich am Schreibtisch sitze und (mit schlechtem Gewissen) vor mich hinschreibe, fast genauso fühle, als wär’ ich einer…

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